Donnerstag, 14. Mai 2015

Heute RUMSt es mit einem Tutorial

Der wachsende Mini-Mensch in meinem Bauch macht es möglich und unumgänglich, dass ich meinen Kleiderschrank aufrüsten muss. Daher habe ich verschiedene T-Shirts genäht, die viel Platz für wachsende Bäuche lassen. Eines davon habe ich euch *hier* schon gezeigt.
Nun ist hier noch ein schlichtes Basic-Shirt von meiner Maschine gehüpft. Den Entstehungsprozess habe ich diesmal mit dem Fotoapparat festgehalten und möchte euch zeigen, wie ihr mit ein paar einfachen Handgriffen aus einem normalen Shirt ein Shirt für die Schwangerschaft zaubern könnt. In anderen Blogs bin ich auf Anleitung gestoßen, bei denen der Stoff am Bauch gekräuselt wird, meine Version ist etwas anders. Ich hoffe, es gefällt euch.  



Zunächst habe ich einen gut sitzenden Basic-Schnitt aus meiner "Muss-ich-unbedingt-nochmal-nähen-Kiste" hervorgekramt. Nach diesem Schnittmuster ist im letzten Sommer bereits ein T-Shirt entstanden. Es stammt aus der Ottobre 02/2014 und hat Brustabnäher. Die erschienen mir in diesem Falle recht sinnvoll. Sicher kann man auch einen anderen gutsitzenden Schnitt verwenden.  

Zunächst habe ich das Rückenteil ganz normal zugeschnitten. Das Vorderteil habe ich nach unten, also zum Saum hin, um 10 cm verlängert. Sicherlich kann man auch mehr Länge dazugeben, mir reichen diese 10 cm aber vollkommen aus (erst mal). :-)
Dann habe ich vom Armausschnitt an ausgemessen und einmal bei 18 cm eine Markierung gemacht. Diese Markierung gibt den oberen Beginn der Raffung an. Ich habe mich hierbei an einem gekauften und gut sitzenden Shirt orientiert. 
Anschließend habe ich den Stoff in vier Falten gelegt. Für jede Falte habe ich ca. 4 cm Stoff doppeltgeschlagen, sodass der Saum von Rücken- und Vorderteil aufeinander trafen. Probiert einfach aus, wie viel Stoff ihr für eure Falten einschlagen müsst.
Anschließend habe ich die Falten mit der Maschine abgesteppt, ehe ich das Vorderteil mit dem Rückenteil dank der Ovi aneinander genäht habe.

Damit die Falten schön fallen und nicht zu bauschig wirken, habe ich sie mit dem Bügeleisen etwas glatt gebügelt. Mein T-Shirt hat keine angesetzten Ärmel sondern überschnittene. Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass dies meine liebste Ärmelvariante ist. 



Den Halsausschnitt habe ich zum ersten Mal mit einem Belegstreifen versäubert und bin total begeistert. Das ist leicht zu nähen und gefällt mir optisch sehr gut. An den Ärmelausschnitten reichte mein Belegstreifen aus dem geringelten Jersey nicht mehr und ich griff auf einen Rest schwarzen Jersey zurück. Da ich diesen Belegstreifen leicht versetzt angenäht habe, ergibt sich dieser Paspeleffekt, der mir im Nachhinein viel besser gefällt. Manchmal erwachsen aus der Not neue schöne Ideen. 




Ich schaue bewundere nun, was die anderen fleißigen Näherinnen heute gerumst haben.
Eure Anni

Kommentare:

  1. Deine Version mit den Falten finde ich viel schöner, als etwas gerafftes! Echt toll! :)
    Und das mit den Belegen sieht klasse aus! Das musst du mir dann in zwei Wochen mal bitte zeigen.

    Viele liebe Grüße
    Carina

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Anni,

    das Shirt steht dir ausgezeichnet und schön, wie du step by step das genau beschrieben hast. Zur Zeit brauche ich das nicht, aber ich hoffe, dass diese Zeit auch bei mir irgendwann in ein paar Jährchen ansteht. Ach ja, und was entdecke ich da iin deiner Sidebar??? Zwinker.

    Sei lieb gegrüßt

    Judith

    AntwortenLöschen
  3. Sieht toll aus! Bislang reichte es bei mir noch die Shirts nach unten hin einfach etwas auszustellen, aber nun bin ich damit an eine Grenze gekommen – es sieht einfach nicht mehr gut aus... Ab dem 6. Monat werde ich also auch mit Raffung arbeiten ;-)
    Liebe Grüße, Änni

    AntwortenLöschen